Nachtruhe

Ich verwerfe alle Gedanken an mögliche Erklärungen. Ich weiß, ich werde keine finden. Nicht jetzt.

sveakerling

bianca5

Ich konzentriere mich auf meinen Atem; versuche so, die Anspannung aus mir zu verbannen; mich zu beruhigen. Ruhig mein Herz, schlage still.

Ich mag es sehr. Ich mag es, wenn die Stille einkehrt in der Klinik. Niemand schleicht mehr durch die Gänge. Keine verstohlenen Blicke, kein unmotiviertes Grinsen und kein beschämendes „Hallo“. Kein Heucheln von Freude und guter Laune. Es ist einfach still. So, wie ich es liebe. Wenn die Nacht endlich ihren schützenden Schleier ausbreitet und man die Geister nur mehr schemenhaft erblickt. Dann, wenn der Wahnsinn schläft. Dann, wenn die Furcht vor der Nacht andere erschaudern lässt. Ja, dann fühle ich mich geborgen.

Die Tür wird leise geöffnet. Das schwache Licht einer Taschenlampe tastet meine Umrisse ab. Ich bin nicht weggelaufen, ich bin noch da. Mehr braucht es nicht.

Die Schwester schließt die Tür. Ich bin wieder allein. Ich höre mein Herz. Es pumpt das Blut durch meine…

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