Der Feind …

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Er musste fort von hier. Sein Weg führte ihn zurück durch das Geäst. Doch diesmal ließ der Wald ihn passieren. Keine Wurzel fasste nach ihm. Kein Ast schlug nach ihm. Sie sammelten ihre Kräfte, um gemeinsam mit dem Wind in den Krieg zu ziehen.

Er musste sich konzentrieren. Er musste die klaren Momente nutzen. Noch konnte er etwas tun. Und er würde nicht wieder versagen. Er erinnerte sich. Luft. Atmen. Lachen. Liebe. Leben. Er durfte sein Leben nicht vergessen. Er begann zu laufen. Der Sturm riss an seinen Haaren. Doch die Natur war nicht sein Feind. Noch nicht. Vielmehr eine Warnung und gleichzeitig eine Mahnung, sich zu beeilen.

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Foto: Pixabay

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4 Antworten zu “Der Feind …

  1. Hallo liebe Svea! Das Büchlein, äußerlich, liegt gut in der Hand. Der Inhalt erinnert mich an ein labyrinthisches Haus ohne Ausgang. Gab es denn je einen Eingang? Es erinnert mich auch an die Fiebertraumarchitektur Piranesis, wo jeder vermeintliche Ausgang wiederum nur ein Eingang in ein neues Gewölbe ist. Es ist Das Haus „unserer“ Seelen, bezw. der Keller dessen. Ich lese in der Tiefe etwas heraus, was nicht wenige Menschen erlebten, ein dramatisches Vor – und Geburtstrauma nämlich. Du hast es dir von der Seele geschrieben. Ein kreativer Weg, die Dämonen zu bannen, ihnen ins Gesicht zu sehen … und zum Schluss etwas zur „Schreibtechnik“ .. ich schätze diese kurzen, präzisen Sätze. Kurz und bündig, keine leichte Kost,doch ein wunderbares Büchlein der „schwarzen Kunst“. Lieben Gruß, Arkis

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