Nicht jetzt …

Dideldideldum

Es fällt mir wieder ein. Ich habe meine Handschuhe im Flur vergessen. Als ob die Handschuhe etwas ändern würden. An mir. An meinem Leben. An der Kälte, die sich geradewegs durch meine Knochen frisst.

Eisiger Wind rüttelt mich endgültig wach und zwingt mich in die Gegenwart. Nötigt mich dazu, im Hier und Jetzt zu bleiben. Ich hasse das Hier und Jetzt. Ich will nicht im Hier nicht bleiben. Nicht jetzt.

Zwischenzeitig hat sich der eisige Regen in Schnee verwandelt. In weichen Schnee, der behutsam auf der Erde landet. Ich setze einen Fuß vor den anderen. Die Schneeschicht wächst schnell. Zu schnell. Wann bloß und wie lange …? Wo zum Teufel bin ich? Und warum überhaupt?

S. Kerling meets E. A. Poe

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Eine Antwort zu “Nicht jetzt …

  1. Das Hier und Jetzt wird überschätzt. Wie oft genügt ein kleiner optischer oder musikalischer Reiz und ich finde mich in einer völlig anderen Realität wieder. Dann kann mein Jetzt überall sein – auch in einer anderen Zeit/Person -, nur nicht hier. Die dabei gemachten Erfahrungen bereichern mich, gleich ob angenehm oder bedrohlich.

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