Das Grau würde verblassen …

Unfähig…

…. hier  und jetzt auch nur ein wenig Licht in meine Seele zu lassen. Meine Seele, die verletzlich und gekrümmt vor Schmerz, sich mit Selbstanklagen auseinandersetzt und mit ihrem Schicksal hadert. Welche Berechtigung habe ich zu leben, wenn mich nichts mit dem Leben verbindet? Hier in meinem Zimmer bin ich geschützt vor der Außenwelt. Hier in meiner Scheinwelt, die mich nun gefangen hält. Und ich bin gerne ihr Gefangener. Ich möchte nichts sehen, nichts hören und nichts wissen. Wenn ich könnte, dann würde ich für immer hier bleiben. Ich weiß nicht mehr, was ich will. Will ich leben oder immer nur in dieser Scheinwelt sein?

Hilf mir! Ich werde wahnsinnig. Ich werde verrückt. Alles dreht sich … 

Nein, ich bin jetzt nicht traurig. Ich versuche, mich zu konzentrieren. Damit der schwarze Schleier, der auf mir liegt, verschwindet. „Geh weg, bitte. Du machst mir Angst. Dich habe ich nicht gerufen.“ Ich weiß, dass er wieder von mir ablässt. Wie jedes Mal, wenn er mich gefangen hält und mir sogar die Luft zum Atmen abschnürt. Unfähig zu atmen, hoffe ich, dass es bald vorbeigeht. Nach einer unendlichen Zeit lichtet er sich wieder, nur um mir das ganze Grauen mit seinem gesamten Schrecken zu offenbaren. Diese meine Welt ist so irreal, so abstrus, dass sie für mich real ist. Es kümmert mich wenig, wie die Welt draußen ist. Ich weiß nicht, was ich will. Nur sterben. Ja, sterben muss gut sein. Dann verschwindet alles.

Das ganze Grau würde verblassen und ich würde Regenbogen sehen. Bunte Blumen und blauen Himmel. Schmetterlinge. Oder die Hölle, mit all den Bestien, die nach mir greifen würden. Fratzen, die mir Angst machen würden. Ich kann hässlich sein. Ich darf hässlich sein. Ich muss mich für niemanden hübsch machen. Niemanden in meine Scheinwelt lassen und ich muss nicht raus aus ihr. Ich schlafe nur und träume. Die Träume, die mich in der Nacht wecken. Die Geister, die ich rief, begleiten mich und machen mir Angst.

Zu meinen Büchern

 

 

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5 Antworten zu “Das Grau würde verblassen …

  1. servus Dir liebe Svea 🙂
    …. ich lese diese Geschichte mit etwas nach unten gezogenen Mundwinkel – ohne darauf Einfluss zu haben … erinnert mich an die dunklen Schatten – die wie kleine Blitze vorbeihuschen … eine willkommene Schwachstelle für die Hoffnungslosigkeit – und ein rotes blinkendes Signal bewegt sich parallel – um die Stärke der mächtigsten aller Phänomene … *der Liebe* aus dem Dunkeln ans Licht zu bringen –

    bin jetzt erst wieder *on* versuche meine Lieblings-Blogs so gut es geht – wieder zu besuchen – schreibe an einer Autobiografie im Auftrage einer lieben Jubilarin … da ich kaum Autorenerfahrung besitze – klabüsel ich mir alles mühselig zusammen . 🙂

    lieb grüß und weiterhin viel Erfolg … bleibe dir wieier auf den Versen
    die zuzaly 🙂

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  2. Dieses Bewusstsein, dass es irgendwann aufhört, nicht ohne seine Spuren zu hinterlassen, aber doch wieder besser wird, hat mich über weite Strecken am und im Leben gehalten. Das Wissen, dass es schneller aufhört, wenn ich mich nicht dagegen wehre, sondern mit allen Sinnen hindurchgehe. Niemand sagt, dass es leicht wäre, eher ist es der brutale Weg. Und der Wille, bei diesen besseren, vielleicht sogar schöneren Phasen noch dabei zu sein, auch diese zu durchleben. Ich habe es nicht bereut – bisher.

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