… wo du bist.

old-163801_960_720

Meine liebe Freundin,

»Das Innere Kind habe ich auch irgendwann vergessen. … weiß leider noch ned wie ich es wiederfinden soll.«

Dein Inneres Kind. Hat es dich gefunden? Hast du es gefunden? Sei lieb zu ihm. Es wusste es nicht besser. Seid gut zueinander. Ihr wusstet es beide nicht besser. Damals, als man euch getrennt und voneinander weggesperrt hat.

Wir waren einander sehr nahe. Du hast jedes meiner Worte verstanden;  mich verstanden.  Du konntest sie lesen;  mich lesen. Du konntest zwischen den Zeilen lesen.  So oft habe ich meine rechte Augenbraue hochgezogen mit einem Lächeln auf den Lippen. In meinen Augen hättest du ein Erstaunen lesen können. Du hättest Seligkeit gesehen. Glückseligkeit darüber, dass wir einander verstehen. Seelenverwandt hast du es genannt. Uns. Du sagtest, ich würde dir aus der Seele schreiben. Du warst es, die meine Seele gelesen hat.

Ich weiß nicht wie es dort ist, wo du bist.

„Dann, wenn das Leben dem Menschen nicht mehr würdig war. Dann, wenn das Leben nur noch Schmerz und Qual bedeutete. Dann, wenn der Körper nur mehr als Brücke diente und sich der Geist nichts sehnlicher wünschte, als hinüberzugehen.

Dann, wenn der Mensch den Tod mit anderen Augen betrachtete. Als das, was er schlussendlich für jeden von uns war: Die Erlösung.“

Ist es so, meine Freundin? Hast du die Erlösung gefunden?

Es ist das Leben, das geht. Es ist nicht der Tod, der kommt.

„Der Tod holt sich kein Leben. Der Tod fängt das Leben auf. Er gibt den Seelen ein Zuhause. Keine Seele muss durch leere Straßen und Gassen herumirren.“

Ist es so, meine Freundin? Hat Deine Seele ein Zuhause gefunden?

Ruh dich aus. Schlafe in Frieden.

Homepage

Foto: Pixabay

Advertisements

Eine Antwort zu “… wo du bist.

  1. Ich spüre all diese Gedanken ganz tief in mir, sie sind auch mir zueigen. Wo findet die Seele Frieden, wie ertrage ich den Schmerz über den Verlust? Bis zu welchem Punkt habe ich das Recht, jemanden vom Gehen abzuhalten, nur weil es mir zu weh tun würde. All diese Fragen habe ich mir oft gestellt, als wir bei unserem mittleren Sohn große Befürchtungen hatten. Wir haben ich gestützt, wo wir konnten. Aber an einem gewissen Punkt musste ich mir sagen, wenn das Leben zu schwer, zu schmerzhaft ist, darf ich nicht um meinetwillen etwas verlangen. Eine grausame Erkenntnis. Glücklicherweise haben wir es geschafft – und hat auch er es geschafft – ihn ins Leben zurückzuholen. Er ist heute wieder ein glücklicher Mensch.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s