S. Kerling meets E. A. Poe – Meeting I

Ich verliere den Halt und falle zu Boden. Diese verdammten Steine. Meine Lunge brennt. Ich bekomme kaum noch Luft. Ich muss weiter. Nicht umdrehen. Auf gar keinen Fall umdrehen.

Wenn es doch so offensichtlich ist, warum dann dem Grauen ins Angesicht blicken?

Ich weiß es. Kein Zweifel. Ich spüre es. Das Monster. Es ist hinter mir. Ganz nah. Sein modriger Gestank dringt in meine Nase und füllt meine Lunge mit fauligem Atem. Ekel steigt in mir empor; nimmt Besitz von meinem ganzen Körper. Ich möchte raus. Raus aus mir. Raus aus meinem Körper. Nicht mehr gegen das Unvermeidliche ankämpfen. Es wäre ein Leichtes, stehen zu bleiben.

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Es ist nicht der Tod …

»Der Tod will nicht gefürchtet werden. Es ist nicht der Sensenmann, nicht der schwarze Mann, der uns nach dem Leben trachtet. Wie kann uns etwas genommen werden, das uns nie gehört hat? Warum dem Leben nachtrauern, wenn es Zeit ist zu gehen?«

»Doch der Tod macht Menschen traurig. Der Schmerz um den Verlust eines geliebten Menschen tut so weh. Die Familie trauert. Es sind die Freunde, die fassungslos zurückbleiben. Allein. Verlassen. Angewidert vom Tod. Wie konnte er ihnen dieses Leben nehmen? Wie konnte er sie allein lassen?«

»Es ist das Leben, das geht. Es ist nicht der Tod, der kommt. Verwechsle das nie. Der Tod holt sich kein Leben. Der Tod fängt das Leben auf. Er gibt den Seelen ein Zuhause. Keine Seele muss durch leere Straßen und Gassen herumirren.«

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Ewigkeit

Einsamkeit …

»Und ist nicht gerade die Einsamkeit jene, die unsere Gedanken auf Reisen schickt? Ist die Einsamkeit nicht gerade jene, die uns Abgründe erkennen lässt? Sie ist es doch, die Erklärungen für unsere Albträume liefert. Nacht für Nacht. Tag für Tag. Immerfort. Wir blicken in die Tiefe unserer Seele und beginnen zu sehen. Zu erkennen. Wir verstehen und begreifen. Einsamkeit öffnet uns die Augen. Sie erlaubt uns in jene Abgründe zu blicken, von deren Existenz wir nie zu ahnen wagten. Sie fordert uns auf hinzusehen. Nur so können wir erkennen, was in der Dunkelheit auf uns wartet. Ist es nicht das Verborgene und auch das Rätselhafte selbst, was Menschen schon immer angetrieben hat? Die Neugier, das Unbekannte zu erkennen? Dem Unbekannten seinen Schrecken zu nehmen.«

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S. Kerling meets E. A. Poe – Buchtrailer I

 

Ich weiß es. Kein Zweifel. Ich spüre es. Das Monster. Es ist hinter mir. Ganz nah. Sein modriger Gestank dringt in meine Nase und füllt meine Lunge mit fauligem Atem. Ekel steigt in mir empor; nimmt Besitz von meinem ganzen Körper. Ich möchte raus. Raus aus mir. Raus aus meinem Körper. Nicht mehr gegen das Unvermeidliche ankämpfen. Es wäre ein Leichtes, stehen zu bleiben ….

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Unersättlich …

Er lauert. Er lauert darauf, mir weh zu tun. Er lauert darauf, emporzusteigen aus den Tiefen der Hölle, die in meinem Innersten brennt. Dieser Schmerz, kaum aushaltbar. Ich versorge ihn gut mit Kummer und Pein. Unermessliche Qual ist es, mit der ich ihn füttere und an der er sich noch immer labt. Ich höre ihn schmatzen, er ist ein Genießer, streckt seine Krallen aus. Er will mehr. Mehr davon. Immer mehr. Unersättlich, sein Verlangen nach immer neuen Wunden. Er verlangt nach ihnen, er verlangt nach mir. Er begehrt mich. Er kaut langsam, damit der Geschmack lange erhalten bleibt; würzt seine Leibspeise mit Schrecken und Angst. Es ist meine Angst. Angst davor, hinzusehen, wie er vor lauter Freude seine Fratze zeigt, sein Geifer aus seinen Mundwinkeln tropft, voller Vorfreude. Er lacht mir ins Gesicht. Ich sehe ihn grinsen. Er wechselt seine Gestalt, doch ich erkenne ihn an seiner Gier, die körperlich zu spüren ist. Sie liegt wie ein Totenschleier über seinem Opfer. Über mir. Sein Magen knurrt. Er hat Hunger, …

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Es war bloß das Leben …

Sie wussten nichts davon. Wie es war. Was es war. Was war dieses Leben? Sie konnten sich nicht mehr daran erinnern. Jede vage Ahnung daran war verblasst. Nichts war geblieben. Wissen, verschwunden in der Ewigkeit. Allein der Umstand, dass das Leben ihnen fremd war, gab ihnen Grund, es zu verteufeln, zu jagen und zu vernichten. Es war nichts weiter als Angst vor dem, wofür andere bereit waren zu sterben. Angst vor dem Leben. Und so mordeten und schlachteten sie weiter. Metzelten diejenigen nieder, die hier nach Zuflucht suchten. Diejenigen, die nur aus einem Grund kämpften: Um zu überleben. Die Sünde, die ihren Opfern vorgeworfen wurde und wofür sie gehängt wurden, war das Leben.

Leseprobe aus S. Kerling meets E. A. Poe

 

narrin

Nur eine Beute von vielen …

Ein monströser Schatten über mir. Das Maul öffnet sich. Die Kreatur macht sich dazu auf, mich zu verschlingen; doch gerade ihr widerlicher Atem ist es, der mich anspornt und mir die nötige Kraft verleiht, die Tür aufzureißen. Ich stolpere ins Innere des Hauses. Mit einem lauten Knall fällt die Tür hinter mir zu.

Ich lausche. Um mich herum ist es still. Das Ungeheuer scheint keine Anstalten zu machen, die Tür eindrücken zu wollen. Ich lehne mich dagegen. Nichts. Ich lausche erneut. Alles ruhig. Kein Kratzen an der Tür. Kein Schnaufen. Nichts. Gibt es so leicht auf? Bin ich ihm nichts wert? Mehr steckt nicht dahinter? Bin ich nur eine Beute von vielen? Ein seltsames Gefühl von Eifersucht beschleicht mich.

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