Die Jägerin …

Einst hatte es mit nichts mehr als einem einfachen Handel begonnen. Es war nur ein Geschäft. Das Gesindel tauschte Blut und Alkohol gegen das ein, was sie hatten und was sie zu geben bereit waren: Ihr Leben. Alles, was ihnen übrig geblieben war, war nichts weiter als eine armselige Existenz.

Sie existierten. Eine jämmerliche Existenz; wertlos. Doch dieser Abschaum klammerte sich daran wie eine Affenbande an den letzten Bananenstrauch. Sie verteidigten ihr Dasein wie Hyänen ihr letztes Stück Aas vor einem hungrigen Rudel Löwen. Hätten sie doch bloß um ihr Leben gekämpft und nicht ihre Seele verkauft. Sie waren nur mehr Körper. Nicht mehr als zusammengesetzte Hautfetzen. Monster. Der Geifer triefte ihnen aus den Mundwinkeln; immer dann, wenn sie in ihr gemeinsames Gebrüll einstimmten.

Ihr widerlicher Gestank hatte sich überall festgesetzt. Vielleicht waren sie inzwischen ja nichts mehr als totes Fleisch. Eine Armee von Dahinsiechenden. Allein durch des Dämons sadistischen Humor dazu gezwungen, ihre verwesten Körper durch das Land zu tragen.

Sie schickte ihre Gedanken hinfort. Es ist ruhig geworden. Sie sollte diesen Frieden nutzen. Das nächste Schreckensszenario würde nicht lange auf sich warten lassen. Es würde wieder passieren. Das Schauspiel würde sich wiederholen.

Der Hunger meldete sich eindringlich. Nun war sie es, die zur Jägerin wurde. Der Mond spendete genügend Licht. Sie würde heute viel Glück haben bei der Jagd. Dessen war sie sich sicher. Sie war eine geschickte Jägerin …

Mehr davon? Zu meinen Büchern.

ikadüster

Der Tod stand einfach nur da …

Dieser Traum

Dem Tod bei seiner Arbeit zuzusehen, ist hochgradig langweilig, ja sogar sterbenslangweilig.

Ich begleite den Tod nun schon eine lange Zeit – eine lange Zeit für mich, 

denn er – der Tod

 er besitzt sie nicht – die Zeit –

Er beendet sie.

www.sveakerling.com

 

Ich könnte dafür sterben …

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Ich liebe Worte. Ich könnte sterben für schöne Worte.

Musik bewegt mich. Sie bringt mich zum Weinen.

Ich bewundere das Gemälde. Ich gehe auf in seiner Schönheit.

Doch nur das edel geschriebene Wort ist es, das meine Seele berührt.

Das schöne geschriebene Wort ist wichtiger denn je. Das Buch hat seine Wirkung verloren. Wir sind die Letzten einer Epoche. Das ist gut; vereinen alles Gute. Vereinen alles Schlechte.

© Svea Kerling

 

Pic: Pixabay