Die Jägerin …

Einst hatte es mit nichts mehr als einem einfachen Handel begonnen. Es war nur ein Geschäft. Das Gesindel tauschte Blut und Alkohol gegen das ein, was sie hatten und was sie zu geben bereit waren: Ihr Leben. Alles, was ihnen übrig geblieben war, war nichts weiter als eine armselige Existenz.

Sie existierten. Eine jämmerliche Existenz; wertlos. Doch dieser Abschaum klammerte sich daran wie eine Affenbande an den letzten Bananenstrauch. Sie verteidigten ihr Dasein wie Hyänen ihr letztes Stück Aas vor einem hungrigen Rudel Löwen. Hätten sie doch bloß um ihr Leben gekämpft und nicht ihre Seele verkauft. Sie waren nur mehr Körper. Nicht mehr als zusammengesetzte Hautfetzen. Monster. Der Geifer triefte ihnen aus den Mundwinkeln; immer dann, wenn sie in ihr gemeinsames Gebrüll einstimmten.

Ihr widerlicher Gestank hatte sich überall festgesetzt. Vielleicht waren sie inzwischen ja nichts mehr als totes Fleisch. Eine Armee von Dahinsiechenden. Allein durch des Dämons sadistischen Humor dazu gezwungen, ihre verwesten Körper durch das Land zu tragen.

Sie schickte ihre Gedanken hinfort. Es ist ruhig geworden. Sie sollte diesen Frieden nutzen. Das nächste Schreckensszenario würde nicht lange auf sich warten lassen. Es würde wieder passieren. Das Schauspiel würde sich wiederholen.

Der Hunger meldete sich eindringlich. Nun war sie es, die zur Jägerin wurde. Der Mond spendete genügend Licht. Sie würde heute viel Glück haben bei der Jagd. Dessen war sie sich sicher. Sie war eine geschickte Jägerin …

Mehr davon? Zu meinen Büchern.

ikadüster

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It’s all in my head …

‘Are you sure about that?’

‘Yes, of course. No. Somehow I’m often different than I…’

‘We’re all different to ourselves. We’re many in one. Many inside us. The many constitute the singlular whole. This is why we’re superior to the others. If only they would try, try to think around the next corner, they’d see that we’re already countless corners ahead of them, streets ahead. Many see more, see differently.’

‘As a child, I desperately wanted to get away from here. From the world. From this life. Away from myself. Escape. But always the thought, where to? I was sure I didn’t belong here. I waited in vain. Nothing happened. Despair and rage alternated until eventually I became resigned. Nobody came. Nobody was searching for me. Not once did they want me there; whatever or wherever there is.’

‘Are you certain of that? Look around you, you’re already there. You are precisely there.’

‘At times, I really think it’s only all in my head.’

‘Only? Just because it’s in your head, doesn’t it exist? Does it make the monster less real just because the people out there can’t see it? Because they’re blind and deaf. Because they know of nothing but their distorted ideas, which they take for reality. Because they wish to preserve their illusion of life as valid? Their self-deception mutates into unshakeable belief; to contemplate a life that’s founded on lies.’

‘All these things are only happening in my head.’

Translated from German into Englisch by  Jürgen Olschewski