Die Jägerin …

Einst hatte es mit nichts mehr als einem einfachen Handel begonnen. Es war nur ein Geschäft. Das Gesindel tauschte Blut und Alkohol gegen das ein, was sie hatten und was sie zu geben bereit waren: Ihr Leben. Alles, was ihnen übrig geblieben war, war nichts weiter als eine armselige Existenz.

Sie existierten. Eine jämmerliche Existenz; wertlos. Doch dieser Abschaum klammerte sich daran wie eine Affenbande an den letzten Bananenstrauch. Sie verteidigten ihr Dasein wie Hyänen ihr letztes Stück Aas vor einem hungrigen Rudel Löwen. Hätten sie doch bloß um ihr Leben gekämpft und nicht ihre Seele verkauft. Sie waren nur mehr Körper. Nicht mehr als zusammengesetzte Hautfetzen. Monster. Der Geifer triefte ihnen aus den Mundwinkeln; immer dann, wenn sie in ihr gemeinsames Gebrüll einstimmten.

Ihr widerlicher Gestank hatte sich überall festgesetzt. Vielleicht waren sie inzwischen ja nichts mehr als totes Fleisch. Eine Armee von Dahinsiechenden. Allein durch des Dämons sadistischen Humor dazu gezwungen, ihre verwesten Körper durch das Land zu tragen.

Sie schickte ihre Gedanken hinfort. Es ist ruhig geworden. Sie sollte diesen Frieden nutzen. Das nächste Schreckensszenario würde nicht lange auf sich warten lassen. Es würde wieder passieren. Das Schauspiel würde sich wiederholen.

Der Hunger meldete sich eindringlich. Nun war sie es, die zur Jägerin wurde. Der Mond spendete genügend Licht. Sie würde heute viel Glück haben bei der Jagd. Dessen war sie sich sicher. Sie war eine geschickte Jägerin …

Mehr davon? Zu meinen Büchern.

ikadüster

Atempause …

Die Sehnsucht wird wachsen und  den Menschen ihr Eigen nennen. Die Sehnsucht nach Geborgenheit. Die Sehnsucht nach Wärme; an jenen kalten, nebeligen Abenden. Die Einsamkeit wird zu des Menschen größtem Feind in den finsteren, stürmischen Nächten. Bäume, Lehrmeister der Furcht, werden mit ihren knorrigen Armen winken. Friedliche Fischerboote zu Geisterschiffen mutieren und Angstschweiß auf die Stirn treiben. Streunende Hunde werden zu reißenden Bestien und Katzen zu des Teufels Gefährten. Aber noch war den Menschen hier eine Atempause vergönnt. Noch kitzelten wärmende Sonnenstrahlen die Nasenspitze. Noch wog die Sonne jedermann in Sicherheit. Sie erhellte das, was den Menschen in der Nacht Angst einflößte. Sie hielt die dunklen Schatten der Nacht von den Menschen fern. Von den Menschen hier, die unter seinem Schutz standen. Noch hielten die Tore dicht.