Es blühen schwarze Rosen …

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Es ist nicht der Tod …

»Der Tod will nicht gefürchtet werden. Es ist nicht der Sensenmann, nicht der schwarze Mann, der uns nach dem Leben trachtet. Wie kann uns etwas genommen werden, das uns nie gehört hat? Warum dem Leben nachtrauern, wenn es Zeit ist zu gehen?«

»Doch der Tod macht Menschen traurig. Der Schmerz um den Verlust eines geliebten Menschen tut so weh. Die Familie trauert. Es sind die Freunde, die fassungslos zurückbleiben. Allein. Verlassen. Angewidert vom Tod. Wie konnte er ihnen dieses Leben nehmen? Wie konnte er sie allein lassen?«

»Es ist das Leben, das geht. Es ist nicht der Tod, der kommt. Verwechsle das nie. Der Tod holt sich kein Leben. Der Tod fängt das Leben auf. Er gibt den Seelen ein Zuhause. Keine Seele muss durch leere Straßen und Gassen herumirren.«

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Ewigkeit

Unersättlich …

Er lauert. Er lauert darauf, mir weh zu tun. Er lauert darauf, emporzusteigen aus den Tiefen der Hölle, die in meinem Innersten brennt. Dieser Schmerz, kaum aushaltbar. Ich versorge ihn gut mit Kummer und Pein. Unermessliche Qual ist es, mit der ich ihn füttere und an der er sich noch immer labt. Ich höre ihn schmatzen, er ist ein Genießer, streckt seine Krallen aus. Er will mehr. Mehr davon. Immer mehr. Unersättlich, sein Verlangen nach immer neuen Wunden. Er verlangt nach ihnen, er verlangt nach mir. Er begehrt mich. Er kaut langsam, damit der Geschmack lange erhalten bleibt; würzt seine Leibspeise mit Schrecken und Angst. Es ist meine Angst. Angst davor, hinzusehen, wie er vor lauter Freude seine Fratze zeigt, sein Geifer aus seinen Mundwinkeln tropft, voller Vorfreude. Er lacht mir ins Gesicht. Ich sehe ihn grinsen. Er wechselt seine Gestalt, doch ich erkenne ihn an seiner Gier, die körperlich zu spüren ist. Sie liegt wie ein Totenschleier über seinem Opfer. Über mir. Sein Magen knurrt. Er hat Hunger, …

Meine Bücher

Das Grau würde verblassen …

Unfähig…

…. hier  und jetzt auch nur ein wenig Licht in meine Seele zu lassen. Meine Seele, die verletzlich und gekrümmt vor Schmerz, sich mit Selbstanklagen auseinandersetzt und mit ihrem Schicksal hadert. Welche Berechtigung habe ich zu leben, wenn mich nichts mit dem Leben verbindet? Hier in meinem Zimmer bin ich geschützt vor der Außenwelt. Hier in meiner Scheinwelt, die mich nun gefangen hält. Und ich bin gerne ihr Gefangener. Ich möchte nichts sehen, nichts hören und nichts wissen. Wenn ich könnte, dann würde ich für immer hier bleiben. Ich weiß nicht mehr, was ich will. Will ich leben oder immer nur in dieser Scheinwelt sein?

Hilf mir! Ich werde wahnsinnig. Ich werde verrückt. Alles dreht sich … 

Nein, ich bin jetzt nicht traurig. Ich versuche, mich zu konzentrieren. Damit der schwarze Schleier, der auf mir liegt, verschwindet. „Geh weg, bitte. Du machst mir Angst. Dich habe ich nicht gerufen.“ Ich weiß, dass er wieder von mir ablässt. Wie jedes Mal, wenn er mich gefangen hält und mir sogar die Luft zum Atmen abschnürt. Unfähig zu atmen, hoffe ich, dass es bald vorbeigeht. Nach einer unendlichen Zeit lichtet er sich wieder, nur um mir das ganze Grauen mit seinem gesamten Schrecken zu offenbaren. Diese meine Welt ist so irreal, so abstrus, dass sie für mich real ist. Es kümmert mich wenig, wie die Welt draußen ist. Ich weiß nicht, was ich will. Nur sterben. Ja, sterben muss gut sein. Dann verschwindet alles.

Das ganze Grau würde verblassen und ich würde Regenbogen sehen. Bunte Blumen und blauen Himmel. Schmetterlinge. Oder die Hölle, mit all den Bestien, die nach mir greifen würden. Fratzen, die mir Angst machen würden. Ich kann hässlich sein. Ich darf hässlich sein. Ich muss mich für niemanden hübsch machen. Niemanden in meine Scheinwelt lassen und ich muss nicht raus aus ihr. Ich schlafe nur und träume. Die Träume, die mich in der Nacht wecken. Die Geister, die ich rief, begleiten mich und machen mir Angst.

Zu meinen Büchern

 

 

Bitterer als sonst …

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… Es soll sich in Luft auflösen. Alles. Alles soll sich auflösen. Verpuffen. Ich möchte mich in Luft auflösen. Ich öffne das Fenster und blicke in den Hof. Von hier aus möchte ich aufsteigen. Als Rauch. Schall und Rauch. Leicht will ich sein und gen Himmel fliegen. Halt finden auf einer Wolke. Gehalten werden von einem Engel. Meinem Schutzengel.

Meine Tränen schmecken bitter. Bitterer als sonst.

Ja, vielleicht sollte ich das tun. Fliegen. Doch kein Engel würde mir seine Hand reichen und mich festhalten. Er würde mich zurückstoßen. Ich würde fallen. Wieder. Ich würde landen. Auf dem kalten und harten Boden. Es wäre ein schmerzlicher Aufschlag. Wieder. Willkommen in der Hölle. Wieder.

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Bild: pixaby

Sie wollen doch nur spielen … (S. Kerling meets E. A. Poe)

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Bis zu jenem Moment hattest du keine Ahnung. Bis zu jenem Abend; der Vorhang im Wohnzimmer hatte sich bewegt. Bis zu jenem Zeitpunkt wusstest du nichts. Nichts von ihrer Existenz. Nichts von ihrem Wesen. Nein, es war nicht der Wind, kein Luftzug oder gar deine Katze. Deine Katze war schon längst gestorben. Erinnere dich an den Tag ihres Verschwindens. Weißt du noch, wie traurig du warst? Erinnere dich an die vielen vergossenen Tränen. Noch heute stellst du jeden Morgen warme Milch vor die Tür. Tag für Tag.

 

S. Kerling meets E. A. Poe

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… und ich schrieb dieses Buch.